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Die Lucerne Festival Academy begab sich buchstäblich in die Hände eines Musikdilettanten, in die des Künstlers Johannes Willi: Er stattete das gesamte Orchester mit selbst gebastelten Instrumenten aus.Auf diesen führten die Profis Beethovens Fünfte auf – eine Gaudi wie bei den Dadas. Mehr Infos zum Rail Away-Angebot Reisen Sie mit dem öffentlichen Verkehr zum KKL Luzern!

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Das Spiel mit dem durchaus möglichen Scheitern fand vor ganz grosser Kulisse statt: Im rappelvollen Konzertsaal des KKL sassen für einmal nicht nur Musik-, sondern auch sehr viele Kunstinteressierte, zusammen mit Familien und Kleinkindern und anderen offenen Geistern.Und – das sei vorweggenommen – es war für (fast) alle Beteiligte ein grosses Vergnügen.Überraschend, wie gut Beethovens Fünfte immer wieder zu erkennen war, unterhaltsam, wie die Musikerinnen und Musiker sich durchgeschlagen haben. {* #social Registration Form *} {* first Name *} {* last Name *} {* email Address *} {* display Name *} {* mobile *} {* address City *} Bestätigen Sie, dass Sie die Bestimmungen gelesen und verstanden haben.Jürg Gautschi hat das Projekt von Johannes Willi vom Basteln bis zur Aufführung mit Kamera und Mikorofon begleitet.Die Geschichte der Kunstaktion mit Beethovens Fünfter erzählt sein Film Das Beethoven-Experiment.

Absturzgefahr am Lucerne Festival, der in der «Sternstunde Musik» am Sonntag, 14. Als Objekte haben Willis Instrumente eine ganz eigene Anmut, den Charme des roh Behauenen und Unfertigen. Auf Klang und Spielbarkeit hat der Künstler nicht geachtet. Nicht gerade alltäglich, dass ein Musikdilettant das Schicksal einer Gruppe von Musikprofis derart direkt und eigenmächtig steuern kann.

Eine gehörige Portion Mut braucht es von den Musikerinnen und Musikern der Lucerne Festival Academy, sich auf dieses Experiment einzulassen. Doch genau dies war der Reiz des Projekts, mit dem Johannes Willi den Wettbewerb «Soundzz.z.zzz…z» gewonnen hat, eine gemeinsame Ausschreibung des Kunstmuseums Luzern und des Lucerne Festivals.

Pauken, Hörner und Posaunen könnten direkt aus dem Ersatzteillager einer Schnapsbrennerei entwendet sein.

Fagotte und Oboen sind robust, doch extrem anstrengend zu spielen.

Vier Monate lang hat der Basler Künstler Johannes Willi mit Materialien aus dem Hobbymarkt zusammengebaut, was ein Orchester zum Klingen bringen soll.

Die unlackierten, grob geschnitzten Violinen, Celli und Kontrabässe wirken fast steinzeitlich einfach.